Posts Tagged ‘Wüste’

Von der Wüste ans Meer

November 16, 2008

Nach der „harmlosen“ Wüstenetappe am Freitag sollten die richtig tiefen Dünen am Samstag noch kommen. Gleich zu Beginn merkten wir das dann auch als wir uns zweimal einsandeten (Jeweils einmal Carmen und einmal ich, wobei Carmen ausweichen musste und deshalb einsandete.)
Dann hatten wir denn Dreh langsam raus und rasten mit Full Speed durch den Wüstensand, um nicht nochmal stecken zu bleiben.
Inzwischen ist unser kompletter Auspuff abgefallen und der Generator ist kaputt (siehe Schadensbericht), d.h. es klingt beim Fahren sportlich und wir wechseln ab und zu die Batterie.
Abends haben wir am Strand gezeltet und sind natürlich alle auch in den Atlantik gesprungen. Auch wenn das Meerwasser nicht gerade sauber und natürlich auch salzig ist, war’s doch eine sehr angenehme Erfrischung nach der langen Zeit im Sand.

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Querfeldein durch die Sahara

November 14, 2008

Der Freitag morgen begann etwas dekadent nach einer sehr kurzen Nacht mit einem kurzen Frühstück, dafür aber mit einem Glas Sekt auf einer Düne. Glücklicherweise konnten wir den Sekt ja gestern „einschmuggeln“. 😉
Danach startete die erste Wüstenetappe. Ich hab mich gleich nach 5 Minuten festgefahren, weil ich beim Gangwechsel den nächsten Gang nicht mehr reingekriegt hab. Naja, aber nach kurzem Spott von Carmen ging’s nach Abschleppen weiter.
Wir haben uns dann alle 2 Stops abgewechselt und inzwischen klappt’s ganz gut. Mir gefallen vor allem die leicht sandigen, geraden, schnellen Strecken, die mit etwa 100 km/h gefahren werden, während Carmen eher die „anspruchsvollen“, tiefsandigen Stellen mag. Naja, 1 mal festfahren reicht mir. 😉
Jetzt sitzen wir hier mitten in der Wüste und essen. Das ganze Unternehmen hier hat auch leicht surreale Seiten.

Willkommen in der islamischen Republik Mauretanien

November 14, 2008

Am Mittwoch war der erste Tag mit freiem Camping an der „versteckten Düne“. Die Düne war dann doch nicht so versteckt wie man vom Namen vermuten könnte und außerdem ziemlich groß (> 20m hoch). Kaum angekommen lief sofort jeder auf die Düne rauf und versuchte mit irgendetwas runterzurutschen. Aber weder Motorhauben noch Alufußmatten waren dazu geeignet. Carmen ärgerte sich natürlich, dass sowohl die Skier als auch ihr Snowboard bei der Chrysler Umräumaktion vergessen wurden. Naja, statt runterrutschen war dann halt runterspringen angesagt. Den Köpper hat dann aber doch keiner gemacht. 😉
Die erste Nacht ohne Campingplatz und sanitäre Anlagen verlief ganz gut, man muß halt nur aufpassen wo man hintritt. 😉
Am nächsten Morgen ging’s nach Mauretanien. Die Ausreise aus Marokko dauerte schon etwa 2 Stunden. Dann hieß es im Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien auf die Einreise warten. Nach weiteren 2 Stunden waren wir endlich am Zoll und wurden doch glatt gefragt, ob wir Alkohol mit uns führen. (In Mauretanien herrscht Alkoholverbot.) Zuerst verneinten wir diese Frage. Als der Soldat dann aber tatsächlich unser Auto durchsuchen wollte, gaben wir zu, dass wir 1 Flasche Sekt mit uns führen. Dann ließ uns der Soldat auch passieren und es ging weiter bis zum 1. Wüstencamp. Dort sammelten sich alle Teams wie schon öfter beim Lagefeuer wo bei ein paar Bier gemeinsam gesungen wurde und Diskussionen über total sinnlose Themen geführt wurden. Dank des Rauches hat man dann am nächsten Tag auch leichte Kopfschmerzen. 😉
P.S.: In Mauretanien hab ich kein Netz mehr, dieser und ein paar folgende Posts werden also etwas später zusammen ins Netz gestellt.

Ab in die Westsahara

November 10, 2008

Am Sonntag sind wir vom Plage Aglou gestartet, um in die Westsahara nach Laayoune zu fahren.
In Tan-Tan haben wir uns kurz verfahren und kamen durch eine etwas komische Gegend in der Dutzende von Kindern rumgelaufen sind. Die Kinder wollten ein paar Süssigkeiten von uns, aber leider hatten wir die Tüten noch nicht ausgepackt, so dass wir den Kindern nichts geben konnten. Daraufhin sind sie ganz schön böse geworden und haben das Auto vor uns mit leeren Coladosen und unseres sogar mit Steinen beschmissen. Naja, für die Kinder in Tan-Tan gab’s dann natürlich nichts mehr von uns.
Dann ging’s weiter auf einer Strecke, die immer karger und sandiger wurde, dafür aber auch einen nettem Meeresblick mit Steilküste bot. 🙂
Als wir uns so langsam der Westsahara näherten, merkten wir immer mehr, dass wir in Richtung eines seit Jahren von Marokko militärisch annektierten Gebietes fahren. Bis dahin auf über 4000 km sind wir nicht einmal kontrolliert worden. Auf dem Weg nach Laayoune gab’s mindestens fünf Polizeikontrollen.
Spannend wurde es auch als sich von vorne plötzlich ein Fahrzeug mit Sirene mit hoher Geschwindigkeit näherte. Der Fahrer zeigte durch Handbewegung an, dass man rechts ranfahren soll. Wir hielten also an und nach kurzer Zeit kamen mehrere LKWs beladen mit Panzern an uns vorbei. Wir überlegten kurz ein Foto zu machen, entschieden uns dann aber doch auf Nummer Sicher zu gehen und einen Aufenthalt im marokkanischen Gefängnis zu vermeiden.
Weiter ging’s auf kerzengerader Strecke. Carmen probierte kurz aus, wie es ist, im Auto zu duschen, als sie die Scheibenwaschanlage im Stand bei offenem Sonnendach anmachte. Naja, bei dieser Hitze hier kann ein wenig Abkühlung nicht schaden. 😉
Kurz vor der Westsahara sahen wir dann die ersten Kamelwarnschilder und auch schon die ersten Kamele.
Irgendwann sahen wir endlich das Campingplatzschild, dem wir kaum glauben konnten, weil es mitten in die Savanne zeigte. Das Schild war aber tatsächlich richtig und so kamen wir nach ein paar Kilometern unbefestigtem Weges auf einem netten, sauberen Campingplatz mitten im Nichts an.
In einem großen Zelt wurde hier abends Kamelfleisch serviert, das sehr lecker war und ein wenig nach Wild geschmeckt hat.