Posts Tagged ‘Afrika’

Zebrabar, Senegal

November 20, 2008

Am Montag reisten wir von Mauretanien nach Senegal. An der Grenze begrüßten uns die üblichen Bettelkinder und Kleinkramverkäufer, was stellenweise echt nervig sein kann.
Für die Durchfahrt durch Senegal bekamen wir eine Zolleskorte, damit wir unsere wertvolle Fracht nicht unterwegs verkaufen oder im Senegal verschrotten. 😉
Bei St. Louis übernachteten wir für 2 Tage auf dem Zebrabar Campingplatz, der anscheinend unter Afrikakennern ziemlich bekannt ist. Betrieben von ein paar Schweizern ist die Bar und der Platz auch relativ gut in Schuß (jedenfalls für afrikanische Verhältnisse ;-)). Abends gab’s eine kleine Party mit tollem Essen (Rinderfilet, echt lecker) und frischem Bier und marokkanischem Wein. Das war mal eine echt gelungene Abwechslung zu den bis jetzt üblichen Tütennudeln. 🙂
Tags darauf fuhren wir mit dem Boot nach St. Louis. In St. Louis gibt’s mal abgesehen von den typischen nervigen Verkäufern gar nichts zu sehen, aber immerhin haben wir ein tolles französisches Restaurant gefunden wo wir sehr gut gegessen haben.
Abends wurden dann die Erlebnisse wieder schön bei ein paar Bier unter die Leute gebracht.

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Foto Update

November 20, 2008

Yippie!! Wir habens geschafft und sind gestern in Banjul angekommen! 🙂
Da es hier WLAN gibt stell ich mal ein paar alte Fotos ins Netz:
1.) Der abgefallene Auspuff
2.) Übernachtung in Marokko
3.) Essen in Marrakesch
4.) Carmen und Dani am Strand
5.) Blick auf die afrikanische Steilküste

Willkommen in der islamischen Republik Mauretanien

November 14, 2008

Am Mittwoch war der erste Tag mit freiem Camping an der „versteckten Düne“. Die Düne war dann doch nicht so versteckt wie man vom Namen vermuten könnte und außerdem ziemlich groß (> 20m hoch). Kaum angekommen lief sofort jeder auf die Düne rauf und versuchte mit irgendetwas runterzurutschen. Aber weder Motorhauben noch Alufußmatten waren dazu geeignet. Carmen ärgerte sich natürlich, dass sowohl die Skier als auch ihr Snowboard bei der Chrysler Umräumaktion vergessen wurden. Naja, statt runterrutschen war dann halt runterspringen angesagt. Den Köpper hat dann aber doch keiner gemacht. 😉
Die erste Nacht ohne Campingplatz und sanitäre Anlagen verlief ganz gut, man muß halt nur aufpassen wo man hintritt. 😉
Am nächsten Morgen ging’s nach Mauretanien. Die Ausreise aus Marokko dauerte schon etwa 2 Stunden. Dann hieß es im Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien auf die Einreise warten. Nach weiteren 2 Stunden waren wir endlich am Zoll und wurden doch glatt gefragt, ob wir Alkohol mit uns führen. (In Mauretanien herrscht Alkoholverbot.) Zuerst verneinten wir diese Frage. Als der Soldat dann aber tatsächlich unser Auto durchsuchen wollte, gaben wir zu, dass wir 1 Flasche Sekt mit uns führen. Dann ließ uns der Soldat auch passieren und es ging weiter bis zum 1. Wüstencamp. Dort sammelten sich alle Teams wie schon öfter beim Lagefeuer wo bei ein paar Bier gemeinsam gesungen wurde und Diskussionen über total sinnlose Themen geführt wurden. Dank des Rauches hat man dann am nächsten Tag auch leichte Kopfschmerzen. 😉
P.S.: In Mauretanien hab ich kein Netz mehr, dieser und ein paar folgende Posts werden also etwas später zusammen ins Netz gestellt.

Ab in die Westsahara

November 10, 2008

Am Sonntag sind wir vom Plage Aglou gestartet, um in die Westsahara nach Laayoune zu fahren.
In Tan-Tan haben wir uns kurz verfahren und kamen durch eine etwas komische Gegend in der Dutzende von Kindern rumgelaufen sind. Die Kinder wollten ein paar Süssigkeiten von uns, aber leider hatten wir die Tüten noch nicht ausgepackt, so dass wir den Kindern nichts geben konnten. Daraufhin sind sie ganz schön böse geworden und haben das Auto vor uns mit leeren Coladosen und unseres sogar mit Steinen beschmissen. Naja, für die Kinder in Tan-Tan gab’s dann natürlich nichts mehr von uns.
Dann ging’s weiter auf einer Strecke, die immer karger und sandiger wurde, dafür aber auch einen nettem Meeresblick mit Steilküste bot. 🙂
Als wir uns so langsam der Westsahara näherten, merkten wir immer mehr, dass wir in Richtung eines seit Jahren von Marokko militärisch annektierten Gebietes fahren. Bis dahin auf über 4000 km sind wir nicht einmal kontrolliert worden. Auf dem Weg nach Laayoune gab’s mindestens fünf Polizeikontrollen.
Spannend wurde es auch als sich von vorne plötzlich ein Fahrzeug mit Sirene mit hoher Geschwindigkeit näherte. Der Fahrer zeigte durch Handbewegung an, dass man rechts ranfahren soll. Wir hielten also an und nach kurzer Zeit kamen mehrere LKWs beladen mit Panzern an uns vorbei. Wir überlegten kurz ein Foto zu machen, entschieden uns dann aber doch auf Nummer Sicher zu gehen und einen Aufenthalt im marokkanischen Gefängnis zu vermeiden.
Weiter ging’s auf kerzengerader Strecke. Carmen probierte kurz aus, wie es ist, im Auto zu duschen, als sie die Scheibenwaschanlage im Stand bei offenem Sonnendach anmachte. Naja, bei dieser Hitze hier kann ein wenig Abkühlung nicht schaden. 😉
Kurz vor der Westsahara sahen wir dann die ersten Kamelwarnschilder und auch schon die ersten Kamele.
Irgendwann sahen wir endlich das Campingplatzschild, dem wir kaum glauben konnten, weil es mitten in die Savanne zeigte. Das Schild war aber tatsächlich richtig und so kamen wir nach ein paar Kilometern unbefestigtem Weges auf einem netten, sauberen Campingplatz mitten im Nichts an.
In einem großen Zelt wurde hier abends Kamelfleisch serviert, das sehr lecker war und ein wenig nach Wild geschmeckt hat.

Etappe 7: Marrakesch – Plage Aglou

November 9, 2008

Für die 7. Etappe von Marrakesch zum Campingplatz am Plage Aglou wurden in den verschiedenen Teams 3 alternative Routen diskutiert: Die einfache auf der Hauptstraße am Strand entlang, die Medium Route durch mittleres Gebirge mit Abstecher zum Paradise Valley und die Hardcore Variante durch die Berge.
Da unser Auto nicht mehr so fit ist, haben wir uns mit dem Team „Umgedrehter Weihnachtsbaum an der Decke“ zusammengetan, um die Mediumroute zu fahren.
Andere Teams sind da schon etwas härter, wie z.B. das „Team 85“, die die Hardcore Route durch das Atlasgebirge genommen haben und von denen sich einer wohl während der Fahrt im Superman Kostüm aufs Dach gestellt hat. Sowas ist halt nichts mehr für Leute in unserem Alter. 😉
Nach einem Abstecher im Supermarkt ging’s dann los. Zu Beginn der Route hatten wir einen tollen Ausblick auf das verschneite Atlasgebirge. Nach einem Kaffeestop fuhren wir in die mittleren Berge, wo wir eine Zwangspause machen mussten, weil der Benz unseres Begleitteams etwas kochte.
Danach ging’s zu den Wasserfällen vorm Paradise Valley, wo wir von einem deutsch sprechenden Marokkaner sehr freundlich empfangen und rumgeführt wurden. Nachdem wir eine Kleinigkeit in seinem Souvenirshop gekauft hatten, servierte er uns marokkanischen Kaffee, sehr süß und mit Zimt ähnlichem Geschmack. War echt lecker! 🙂
Dann ging’s weiter durchs Paradise Valley, leider schon im Dunkeln. Die Serpentinen waren so eng, dass wir kaum schneller waren als 20 km/h, um nicht von der unbegrenzten Straße in den Abgrund zu stürzen.
Auf dem Weg zum Campingplatz konnte man dann auch schon die Meeresluft riechen. Nach einer Nacht am Meer geht’s jetzt weiter Richtung Laayoune.

Schlangenbeschwörer & marokkanische Küche

November 8, 2008

Am 8. Tag war laut Plan ein freier Tag in Marrakesch vorgesehen. Da wir aber am Tag davor unplanmäßig in Ouzoud übernachtet hatten, mussten wir den Anfang des freien Tages für die relativ ereignislose Fahrt nach Marrakesch nutzen.
Im Campingplatz bei Marrakesch angekommen, wurden dann erstmal die Zelte aufgebaut bevor es mit dem Taxi nach Marrakesch reinging.
Dort haben wir uns mit ein paar anderen Teams erstmal das bunte Treiben auf dem Markt und an den Souvenirständen angeschaut. Leider gabs keine neue Hupe für unser Auto und eine marrokanische Gitarre oder eine Trommel eignen sich leider nicht so zum Warnen

Etappe 6: Abenteuerliche Uebernachtung

November 7, 2008

Am Donnerstag sollte man laut Plan eigentlich die Etappe Larache – Marrakesch fahren. Wir haben uns aber einer Gruppe angeschlossen, die einen Umweg machen wollte, um die Ouzod Wasserfaelle anzuschauen.

Der Weg dorthin erwies sich dann aber als weitaus laenger als gedacht. Ausserdem war die Strecke sehr kurvig und stellenweise schlecht asphaltiert. Die Fahrt war daher auch etwas abenteuerlich, hat dafuer aber auch richtig Fun gemacht. 🙂 Auch die Landschaft war sicherlich viel schoener als auf der vorgeschlagenen Autobahnstrecke.

Leider kamen wir erst spaet im Dunkeln in Ouzoud an und hatten auch keine Ahnung wo wir uebernachten koennen. Es gab zwar das Geruecht, dass in Ouzoud ein Campingplatz sein soll, aber sicher waren wir uns da nicht. Einige wollten im Notfall wild campen, was uns nicht wirklich gefallen haette.

So sind wir stundenlang bei Nacht mit dem Schreckgespenst einer Wildcampinguebernachtung durch die Berge gefahren. 😦

In Ouzoud war dann die Freude umso groesser als wir ein kleines Hotel (in Deutschland wuerde man eher Herberge sagen) gefunden hatten. Die Leute waren ueberraschend nett und haben uns abends noch ein paar Brote gebracht und ein kleines Fruehstueck organisiert.

Morgens haben wir dann die 100 m tiefen Wasserfaelle angeschaut und uns auf den Weg nach Marrakesch gemacht…

Willkommen in Marokko

November 7, 2008

Nach einer etwa 2,5 stuendigen Ueberfahrt haben wir endlich im marokkanischen Faehrhafen afrikanischen Boden betreten. Bereits hier merkt man die etwas andere afrikanische Mentalitaet: Die Abfertigung im Faehrhafen hat etwa 4 Stunden gedauert:

Wir kamen so spaet aus dem Faehrhafen raus, dass alle Versicherer schon geschlossen hatten, d.h. wir haben uns der marokkanischen Kultur angepasst und fahren jetzt ein Stueck ohne Versicherung. 😉

Die Durchfahrt durch Tanger war dann der erste wirkliche Rallyeabschnitt: Mit 70 km/h gings im Konvoi mit ca. 50 cm Abstand zum Vordermann durch die Stadt, dabei ueber ein paar rote Ampeln. In Deutschland waere mein Fuehrerschein jetzt sicher schon weg.

Dieser Sprint hat unserer Klapperscheese nicht gut getan. Der Endtopf musste in einer Notoperation entnommen werden. Jetzt gehts ohne Endtopf weiter Richtung Marrakesch…

Hier sollte eigentlich ein Foto vom Endtopf stehen, aber leider hab ich mit meinem Handy keinen Datenempfang mehr und tippe das hier gerade im Internetcafe, daher gibts ab jetzt erstmal keine Bilder mehr; 😦

Was bisher geschah

September 13, 2008

Leider ist uns die Idee, diesen Blog über unsere kleine Reise durch Europa und Afrika zu schreiben, fast schon etwas spät gekommen. Inzwischen ist schon einiges passiert. Naja, das ist auch ganz gut so, denn in gar nicht allzu langer Zeit ( am 1. November ) soll’s ja auch schon losgehen.

Also, was ist bisher passiert?

Wir haben inzwischen einige Vorbereitungen hinter uns. Rückflugtickets sind gekauft ( Online Tickets per Internet… Bin gespannt, ob das auch in Gambia funktionert… Wenn nicht, müssen wir uns auf dem Fußweg nach Hause machen 😉 ).

Geimpft sind wir beide auch. Carmen hat ja schon einiges an Impfungen aus früheren Reisen hinter sich. Ich bin ein typischer Impf- und Arztmuffel ( in diesem Punkt mal typisch Mann 😉 ) und musste daher einiges an Impfungen über mich ergehen lassen. Am Freitag war ich im Tropeninstitut in Tübingen und habe mir ein paar Spritzen in den Oberarm jagen lassen. Das war wahrscheinlich meine erste Impfung seit ca. 20 Jahren oder so. Aber soo schlimm war’s ja gar nicht… Das schlimmste an der Impfung war die 1 Woche Sport ( und vor allem 😉 ) Alkoholpause danach, aber die ist ja zum Glück auch bald vorbei.

…und wir haben sogar schon ein Auto!! Nach relativ kurzer Suche haben wir uns für einen Chrysler Voyager mit Vierradantrieb entschieden. Das Auto ist ganz gut im Schuß, fast schon zu gut, jedenfalls für den Namen „Rasende Klapperscheese“. Hier ist schon mal ein kleines Foto…

Die Klapperscheese

Die Klapperscheese

Heute habe ich schon mal Kurzzeitkennzeichen für unsere Klapperscheese besorgt, damit wir den Wagen morgen abholen können. Nächste Woche werde ich das Auto mal einer genaueren technischen Untersuchung unterziehen, mal schauen, ob ich irgendwelche unliebsamen Überraschungen finde.